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Lapozzon a lap tetejére

Lap tetejére

Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art: Szent Efrém und Iberi

Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art: Szent Efrém und Iberi
Marianne Látki

Im Rahmen der Konzertreihe Orientale lumen (Licht des Ostens) findet am Samstag, den 22. April ab 20 Uhr das Konzert der beiden Männerchöre Szent Efrém (Sankt Ephraim) und Iberi (historischer Name Georgiens Iberia) statt.

Der Schauplatz: die Sankt Stephans-Basilika mit der idealen Akustik für polifone byzantinische Gesänge.  Der ungarische Männerchor Szent Efrém feiert mit diesem Konzert seinen 15 Geburtstag, Als Namensgeber wählten die Künstler Ephraim den Syrer (4. Jh., 306-373), den Heiligen, Gelehrten und Kirchenlehrer, der, da er vor der Kirchenspaltung lebte und wirkte, von Ost- und Westkirche verehrt wird. Der Chor machte sich mit Gastauftritten im Ausland und bisher acht Schallplatten einen wohlklingenden Namen. Sein Gründer und Leiter Tamás Bubnó wurde für sein Engagement  zur Pflege der Kultur, für die Verbindung ganz unterschiedlicher musikalischer Genres als  Verdienter Künstler ausgezeichnet. Der georgische Männerchor Iberi, 2012 gegründet, besucht zum zweiten Mal Ungarn. Er lebt die Tradition des polifonen byzantinischen Gesanges und wurde auf die Liste des ideellen-oralen UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Anlass des gemeinsamen Konzertes sind die in diesem Jahr zeitgleichen katholischen und orthodoxen Ostern. Da am Ostersamstag jedoch keine fröhlichen Klänge erklingen dürfen, wurde das Konzert um eine Woche, auf Samstag, den 22. April, verschoben.

Der Sound, der Gesang, verbindet die beiden Männerchöre, ihr Outfit unterscheidet sie krass. Die 15 Choristen von Szent Efrém passen der Tradition nach in jede Kirche, traten aber auch schon mit Vertretern der U-Musik auf, so The Barbies oder Gábor Presser, die elf Männer von Iberi sehen marzialisch aus, tragen grau-schwarze Kleidung, Stiefel, am Patronengürtel steckt ein Messer. Beide Chöre singen orthodoxe Kirchenlieder, aber auch griechische, russische, ungarische und Werke zeitgenössischer Komponisten. So stehen Werke von Boksay, Ljudkewitsch, Ligeti, Zombola und Gesänge des Osterkreises, der Karwoche und des Osterfestes auf dem Programm.

Es lohnt sich ganz bestimmt, den Samstagabend in der Stephans-Basilika in Budapest zu verbringen – mit den Männerchören Szent Efrém und Iberi!

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