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20. Jüdisches Kulturfestival – Budapest, Pécs, Szeged – 3.-14. September

20. Jüdisches Kulturfestival – Budapest, Pécs, Szeged – 3.-14. September
Marianne Látki

„Das der im Wandel befindlichen Welt offene Judentum” ist der Slogan des Verbandes der Jüdischen Glaubensgemeinden in Ungarn MAZSIHISZ, den der Vorsitzende des  Verbandes András Heisler auch dem 20. Jüdischen Kulturfestival vorausschickt. 

Anno aus der Taufe gehoben, um auf die jüdische Kultur in Ungarn als Bestandteil der ungarischen Kultur  aufmerksam zu machen, ist das Festival heute integranter Teil des ausklingenden Kultursommers in Mittel-Osteuropa und hat, was das Angebot betrifft für jeden Geschmack und jede Erwartung etwas parat: das gemeinsame Konzert der drei führenden Kantoren in Europa Shmuel Baruilai, Nikola David und Gergely Nógrádi,  ’dem jüdischen Pavarotti’, die traditionelle Eröffnung mit der Budapest Klezmer Band, die diesmal mit den Roma-Musikern von Budapest Bar gemeinsame Sache macht – beide in der Großen Synagoge in der Budapester Dohány utca. Jazz inspiriert von berühmten jüdischen Ohrwürmern rund um den Globus mit Soulistic, der Band von Andi Malek und Bandi Jáger, Jazz verschmolzen mit Schlagern der 80er Jahre mit dem Trio Midnight unter dem Motto ’To Meet Again’ und so bekannten Interpreten wie Béla Szakcsi Lakatos und Tony Lakatos, jüdische Folklore aus Nordsiebenbürgen, Rock ’n’ Roll, Schlagern, dem Zigeuner-Musical  (so im Programm!) oder sollte es politisch korrekt Roma-Musical heißen? Titel: Somnaka;  ein Arienabend mit Sylvia Sass und Literatur im Goldmark Saal in der Wesselényi utca, gleich neben der Großen Synagoge, dem einzigen Podium, wo 1943–44 jüdische Künstler noch auftreten konnten.

Quasi als ’Vorspiel’ des Festivals wird schon am 27. August  in die Synagoge in der Frankel Leo utca zum Klezmerabend als Sommerabschied mit jüdischer Volksmusik bis Hava Nagila  eingeladen (auch an diesem Abend u.a. mit Gergely Nógrádi und dem als Männerstimme 2010 gepriesenen Attila Kökény). An acht Veranstaltungsorten wird vom 3. bis 14. September dieses Jahres jüdische Kultur, jüdisch-ungarische und jüdische mit Romakunst verbundene Kultur aufgeführt: in der Großen Synagoge in der Dohány utca, im Goldmark Saal, in der Synagoge in der Hegedüs Gyula utca, in jenen am Bethlen tér und Frankel Leó utca, dem Kulturzentrum Óbudai Társaskör und im Marmorsaal von Magyar Rádió.

Alles über das Festival unter www.zsidokulturalisfesztival.hu und in der Sonderausgabe von Funzine in Ungarisch und Englisch.