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Lapozzon a lap tetejére

Lap tetejére

Philatelie: Hundert Jahre direktes Wahlrecht in Liechtenstein

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Infovilág

Liechtenstein feiert in diesem Jahr das für die Demokratie unseres Landes wichtige Jubiläum «100 Jahre direktes Wahlrecht», woran das Fürstentum mit einer Sonderbriefmarke erinnert. Zwei weitere Ausgaben laden Sie zu einem Ausflug in die Natur ein: «Naturschutzgebiete in Liechtenstein: Hälos» und «Gipfelkreuze – II». Diese Ausgaben erscheinen am offiziellen Ersttag, dem 4. Juni 2018. Eine Woche später, am 11. Juni 2018, feiert S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein seinen 50. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass erscheint ein attraktiver Sonderblock, mit dem der «runde» Geburtstag des Thronfolgers auch philatelistisch gefeiert werden soll.

Vor einem Jahrhundert führte das Land Liechtenstein das direkte Wahlrecht ein. Bis 1918 standen dem Land mit den Landesverwesern ausländische Regierungschefs vor, und der Landtag, das Liechtensteiner Parlament, wurde durch indirekte Wahlen und Ernennungen durch den Landesfürsten besetzt. Auslöser für die Veränderungen war die aufkommende demokratische Gesinnung nach dem Ersten Weltkrieg. Das Volk forderte die Ausarbeitung einer demokratischen Verfassung, die Beteiligung an der Regierung sowie die direkte Wahl der Abgeordneten des Landtags. Mit der 1921 in Kraft gesetzten neuen Verfassung erhielt das Land die bis heute gültige Staatsform einer konstitutionellen Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Seither können viele staatliche Funktionen nur ausgeübt werden, wenn verschiedene Staatsorgane zusammenwirken. Mit der Einführung des direkten Wahlsystems 1918 wurde aber nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung eines Ausbaus der politischen Volksrechte getan, auch der Parteienbildung wurden damit die Tore geöffnet. 
Mit der Briefmarke «100 Jahre direktes Wahlrecht» (Wertstufe CHF 1.00) von Hans Peter Gassner erinnert die Philatelie Liechtenstein an dieses denkwürdige Jubiläum.

Naturschutzgebiete in Liechtenstein

Mit einem vierten und letzten Teil schliesst die Philatelie Liechtenstein ihre beliebte Sondermarkenserie zu den Naturschutzgebieten in Liechtenstein ab. Die von Dietmar Walser und Johannes Frigg festgehaltenen Motive aus dem Gebiet Hälos in Triesen sind ebenfalls im Rahmen des rege frequentierten Fotowettbewerbs des Fotoclubs Spectral eingereicht und ausgewählt worden.

Die beiden Panoramaansichten wurden jeweils in der Mitte geteilt, sodass daraus vier Briefmarken entstanden sind. Sie zeigen die Teichlandschaft im «Frühling» und im «Sommer». Die Wertzeichen wurden mit Silberfolienprägung veredelt und finden sich je zweimal auf einem Achterbogen. 
Hälos in Triesen ist die grösste zusammenhängende Teichlandschaft Liechtensteins und somit ein wertvolles Feuchtgebiet mit offenen Wasserflächen unterschiedlicher Tiefe, verschiedenster Ausprägung der Uferzonen und naturnahen Waldflächen. Das Gebiet gilt als bedeutender Ruheplatz für den Graureiher und als Brut- und Lebensraum für viele weitere Vogelarten. Neben den wichtigen Amphibienlaichplätzen ist auch der Biber seit 2012 hier wieder heimisch.

Vier Sondermarken mit Fotografien von Marco Nescher zeigen atemberaubende Ansichten der Liechtensteiner Bergwelt. Der erste Teil der Serie «Gipfelkreuze» erschien 2009 zum 100jährigen Jubiläum des Liechtensteiner Alpenvereins und stiess auf grossen Anklang. Auch die aktuellen vier Berggipfel lassen die beeindruckende Alpenwelt des Kleinstaats erahnen. Nordwestlich von Sass ragen die beiden Felssäulen empor, die auf 1914 Metern über Meer das «Kelchle»  bilden. Die Felsformation übt eine magische Anziehungskraft auf Kletterer aus und wird im Winter mit Schneehaube auch gerne als Liechtensteins Zuckerhut bezeichnet.

Der «Mittlerspitz» (Wertstufe CHF 2.00) verdankt seinen Namen seiner Lage zwischen Mittagsspitz und Rotspitz, von Triesen aus gesehen. Beim «Hubel», auch Silberhorn genannt, handelt es sich um einen im Hochtal Malbun liegenden Bergrücken. Auch die verfalteten Gesteinsschichten am «Kläusli» bieten einen faszinierenden Anblick. Das Wertzeichen mit dem auf 2'585 Metern über Meer liegenden Gipfel ist zugleich Liechtensteins diesjährige SEPAC-Marke. Die SEPAC, ein Zusammenschluss von dreizehn kleinen Postgesellschaften Europas, gibt jährlich Wertzeichen zu gemeinsamen Themen heraus. In diesem Jahr sind es «Spektakuläre Aussichten».

50. Geburtstag S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein

Aus Anlass des 50. Geburtstags S.D. des Erbprinzen Alois von und zu Liechtenstein erscheint ein edler Sonderblock in einer Stahlstich-Offsetkombination mit den drei Wertzeichen «Fürstenhut grün», «S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein» und «Fürstenhut rot». 
Erbprinz Alois kam am 11. Juni 1968 als ältester Sohn von Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie zur Welt. Er besuchte die Primarschule und das Gymnasium in Vaduz. Anschliessend trat er in die königliche Militärakademie in Sandhurst (GB) ein, wo er eine Offiziersausbildung absolvierte. Nach seinem Dienst bei den Coldstream Guards in Hongkong und London immatrikulierte Erbprinz Alois als Student der Rechtswissenschaft an der Universität Salzburg und arbeitete nach Studienabschluss bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen in London. Seit 1996 lebt er wieder auf Schloss Vaduz und ist für verschiedene Bereiche des fürstlichen Vermögens tätig. 1993 vermählte sich der Erbprinz mit Herzogin Sophie in Bayern. Sie haben vier Kinder.

2004 hat Fürst Hans-Adam II. den Erbprinzen zu seinem Stellvertreter ernannt. S.D. Erbprinz Alois nimmt seither sowohl national als auch international die Aufgaben des Staatsoberhauptes des Fürstentums Liechtenstein wahr.