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Diabetes, die Volkskrankheit von Alt und Jung

Diabetes, die Volkskrankheit von Alt und Jung Diabetes, die Volkskrankheit von Alt und Jung Diabetes, die Volkskrankheit von Alt und Jung
Marianne Látki

Mit KIDS dem Anti-Diabetes-Programm des Internationalen Diabetes-Verbandes schlagen die Mediziner Alarm, denn erhöhte Blutzuckerwerte bzw. Diabetes haben heutzutage nicht nur ältere Semester, sondern immer mehr Kinder und Jugendliche.

Diabetes Typ 2 war früher die Krankheit älterer Menschen. Heute nicht mehr. Die Zahl der Zuckerkranken in Ungarn wird auf 750 000 bis eine Million geschätzt; geschätzt, weil darin jene mit Diagnose, aber eben auch die nicht erfassten, jene, die sich nicht um ihren Blutzucker kümmern, enthalten ist. Im ungarischen Diabetes-Register stehen 3600 Kinder. Diabetes 1, die Zuckerkrankheit der Kinder, die angeboren ist, kann nicht geheilt werden, Diabetes 2 kann behandelt, aber nicht geheilt werden. Besorgniserregend ist, dass die Zahl der betroffenen Kinder mit Diabetes Typ 1 von 2594 auf 3668 gestiegen ist, jene der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes Typ 2 sich von 401 auf 635 erhöhte.

Der Betroffene lernt mit seiner Erkrankung zu leben, lernt was er essen darf und was tabu ist und auch dass es ein ausgewogenes, harmonisches Leben mit Diabetes gibt. Dass immer mehr Kinder und Jugendliche an Diabetes Typ 2 erkranken, hängt mit ihrer Lebensweise zusammen, sie sind zu dick bis adipös, essen das Falsche und bewegen sich zu wenig.

Deshalb schlug der Internationale Diabetes-Verband Alarm und betraute die ungarische Diabetes Stiftung „Ein Tröpfchen Aufmerksamkeit” mit der Durchführung ihres, des KIDS-Programmes. Es ist ein Unterrichtsprogramm für Sechs- bis 14-Jährige, das ab September dieses Jahres von  den Schülern in Grundschulen, Lehrern und Eltern befolgt, in die Tat umgesetzt werden wird. Und es geht auch darum, dass die zuckerkranken Schüler von ihren Mitschülern, im Kollektiv, akzeptiert werden, denn auch das ist noch nicht selbstverständlich. In die Aufklärungskampagne werden berühmte Ungarn eingebunden, die wohl allen Kindern der Zielgruppe bekannt sind, TV-Persönlichkeiten wie Antónia Erös (Gründete die Stiftung „Ein Tröpfchen Aufmerksamakeit” und István Szellő, Schauspieler wie Iza Varga und der X-Factor-Gewinner Tibor Kocsis.

Die Stiftung unterrichtet kostenlos schon seit fünf Jahren Pädagogen. Zum 13. Mal organisiert sie den Ein Tröpfchen-Welttag Anfang November, wo die wichtigen Informationen über gesunde Diät, Vorbeugung, Komplikationen, Beratung in ein angenehmes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie verpackt werden. Im vergangenen Jahr dabei und auch für dieses verpflichtet ist der 90 Jahre alt gewordene, aktive ungarische Kräutermann aus dem Bükk-Gebirge György Szabó, der auch bei Diabetes eine Teemischung parat hat: Diabess györgytea wurde sie getauft. Er mixte sie vor Jahren für einen Freund. Seither schwören immer mehr Betroffene auf den „Zuckertee”, der ihren Blutzucker senkt (nicht heilt). (Siehe Photo mit György – Gyuri bácsi – in der Mitte, zu seiner Rechten seine Tochter, zur Linken die Gründerin und der Motor der Stiftung „Ein Tröpfchen…..” Antónia Erős)

Zurzeit und bis zum 27. Mai finden die Apothekenwochen (Cseppont, Tröpfchenpunkt) mit kostenloser Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterinmessung, dem Angebot von Teststreifen u.a. nützlichen Utensielien statt.

Seit mehreren Jahren wird zum Nationalfeiertag am 20. August nicht nur die Ungarntorte des Jahres, sondern auch die Torte ohne Zucker präsentiert (siehe zu ’zuckerfrei’ 2017 unseren Beitrag vom 10. August 2017 Ungarischer Nationafeiertag 2017).

 

 

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