Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Lapozzon a lap tetejére

Lap tetejére

Operette und Volkstanz im Löwenhof – die Palastkonzerte in der Burg zu Buda

Operette und Volkstanz im Löwenhof – die Palastkonzerte in der Burg zu Buda Operette und Volkstanz im Löwenhof – die Palastkonzerte in der Burg zu Buda
Marianne Látki

Schon zum sechsten Mal wird die (angebliche) Saure-Gurken-Zeit im hochsommerlichen Budapester Kulturbetrieb mit den Palastkonzerten im Löwenhof der Budaer Burg überbrückt. Sie finden am 3., 4. und 5. August ab 20.30 Uhr statt.

Die Operette, ein Kuriosum, allerdings auch Hungarikum ist/scheint in Wien oder Japan beliebter zu sein als in Ungarn, so einer der Producer der Galakonzerte Olivér Nacsa. Stimmt das? Tja, viele rümpfen die Nase, wenn es um diese musikalische Kunstform geht. Die beiden Abende Anfang August beweisen das Gegenteil, und es sind nicht nur die älteren Semester und Touristen, die die Alltagssorgen für zwei Stunden vergessen, denn die Operette vermittelt beste Laune, Lebensfreude, wobei man das Altmodische daran vergisst. Dafür sorgen natürlich die Künstler, die Stars des Budapester Operettentheaters belgeitet vom 50-köpfigen symphonischen Orchester und 20-köpfigen Ballettensemble. Verantwortlich für den Abend sind  der Regisseur-Choreograph Jenő Lőcsey und die Dirigenten László Makláry und Mónika Szabó. (Bild rechts: pozitivnap.hu)

Die Solisten aufzuzählen? Nein, lieber nicht, weil es zu viele sind  und keiner ausgelassen werden sollte, Tatsache ist, dass alle Generationen vertreten sind, vom Urgestein Marika Oszvald bis zur blutjungen Aisha Kardffy.

Titel: Wein, Gesang, Weib  - die Operettengala nach dem Motto von Martin Luther „Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang”. Gesungen und getanzt werden die Ohrwürmer von Franz Liszt, Emmerich Kálmán, Paul Ábrahám, aber auch, wie sich Regisseur Jenő Lőcsey ausdrückte, als Repertoireerweiterung, um z.B. den Pariser Flair zu vermitteln, Jaques Offenbach, bzw. Suppé, Sullivan und Johann Strauss.

Voriges Jahr wurden die Palastkonzerte erweitert. Der dritte Abend (5. August) gehört dem Ungarischen Nationalen Tanzensemble mit Orchester, die den „Csárdás – der Tango des Ostens”, eine Dreiecksgeschichte aufführen: Hauptdarsteller-Tänzer sind das Liebespaar mit Konflikten, Aussöhnungen und Hochzeit, die mit dem Ensemble die Volkstänze des Karpatenbeckens lebendig werden lassen, bravourös in wunderschönen Kostümen. Für die Regie und Choreographie ist der Kossuth-Preisträger, Verdiente Künstler Zoltán Zsurafszky zuständig.

Ein Trostpflaster: wer einen der Abende nicht live erleben kann, der trage sich in den Terminkalender den 20. August, den ungarischen Nationalfeiertag ein, denn dann überträgt Duna TV die Palastkonzerte.

Ergo: keine Saure-Gurken-Zeit und kein Sommerloch im Budapester Kultursommer 2018.